Call for Papers

Bibliotheken – von Anfang an Zukunft

104. Deutscher Bibliothekartag 2015 in Nürnberg

Vom 26. bis 29. Mai 2015 findet in Nürnberg der 104. Deutsche Bibliothekartag statt. Veranstalter sind der Verein Deutscher Bibliothekare e.V. (VDB) und der Berufsverband Information Bibliothek e.V. (BIB) in Kooperation mit dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv). Das Motto der größten und zentralen Fortbildungsveranstaltung für das deutsche und europäische Bibliothekswesen lautet 2015 »Bibliotheken – von Anfang an Zukunft«.

Mit zehn Themenkreisen fokussiert der Bibliothekartag auf unterschiedliche Zielgruppen und Interessensgebiete.

Die Veranstalter rufen dazu auf, Vorschläge für Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops zu folgenden Themenkreisen einzureichen:

  1. Stadt, Land, Fluss: Fokus Öffentliche Bibliothek als Dritter Ort
    Sprach- und Leseförderung, Medienerziehung, interkulturelle Bibliotheksarbeit, kulturelle Bildung, Programm- und Veranstaltungsarbeit, Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit, Schulbibliotheken, demographischer Wandel, digitale Teilhabe, Bibliothekskonzepte, Kooperationen, Bildungslandschaften, infrastrukturelle Dienstleistungen, Stadtentwicklung, interkommunale Zusammenarbeit
  2. Zwischen institutioneller Profilbildung und Kooperation: Fokus Bibliotheksstrategie und Bibliothekspolitik
    Organisationsformen, Kompetenzzentren, nationale Infrastrukturen, Fachinformationsdienste, Verbünde, Cloud-Umgebungen, Campusmanagementsysteme, Lobbying und Bibliotheksstatistik im Wandel, Trendforschung, Internationalisierung, Bibliotheks- und Urheberrecht, Bibliotheks- und Informationsethik, Kongressschwerpunkt „Nürnberg – Stadt der Menschenrechte“
  3. Neue Formen der Wissensaneignung und -vermittlung: Fokus Raum und Lernen
    Aufenthaltsort Bibliothek, Lernzentren, Blended Library, Digitalisierung der Lehre, Open Educational Ressources, eLearning, Gamification, Discovery, Auskunft im Wandel, Bibliothekspädagogik und Informationskompetenz, Teaching Library, alternative Raumkonzepte, Flächenplanung für kollaborative und räumlich verteilte Szenarien, RFID
  4. Von Approval Plan bis RDA: Fokus Erschließung und Bestandsmanagement
    Erschließungsstandards, Geschäftsgänge für die hybride Bibliothek, Electronic Resource Management, Geschäfts- und Lizenzmodelle, eBooks, PDA, Open Access, Marktsituation, Geräteabhängigkeit, Lesegewohnheiten, Bestandspräsentation
  5. Kuratieren, Sammeln und Erhalten: Fokus kulturelles Erbe
    Sammlungen, Provenienzforschung, historische Bestände, Netzwerke der Bestandserhaltung, Retro-Digitalisierung, Hosting, Langzeitarchivierung
  6. Bibliotheken für die digitale Wissenschaft: Fokus eScience und elektronisches Publizieren
    Internationale Wissenschafts- und Förderpolitik, Forschungsdaten, eScience, digitale Editionen, elektronisches Publizieren, Hochschulverlage, Wissenschaftsnetzwerke, Linked Open Data, semantische Technologien
  7. Vielfalt im Angebot – Eindeutigkeit im Auftrag? Fokus Bibliothekstypologie und Kundenorientierung
    Zielgruppenorientierte Bibliotheksarbeit, Kundensegmentierung, Umfeldanalysen, Nichtkundenbefragungen, Kundenforen, neue Informationsdienstleistungen von Spezialbibliotheken und für spezifische Kundengruppen, Diversity, Citizen Science
  8. Durchstarten oder Draufsatteln? Fokus Berufliche Qualifikation
    Ausbildung und Studium, Berufseinstieg, Fortbildung, Weiterbildung, Personalentwicklung, Berufsbild, Tarifsituation, Arbeitszeitmodelle
  9. Management und Führung: Fokus Organisationsentwicklung
    Veränderungsprozesse, Qualitätsmanagement, Organisationspsychologie, Organisationales Lernen, Wissensmanagement, Bibliothekscontrolling, Innovationsmanagement, In- und Outsourcing, Ehrenamt, Nutzungsstrukturen, Öffnungszeiten
  10. Neue Gesichter, frische Ideen: Fokus Bibliothekspraxis und Projektmanagement
    Offenes Forum für Bibliothekartags-Einsteiger und alle, die kreative Unterstützung und frische Ideen bieten und suchen.

Formelle Anforderungen zur Abstracteinreichung

Allgemeines

  • Die Einreichung ist nur online möglich, andere Wege der Einreichung können nicht berücksichtigt werden.
  • Unvollständige Einreichungen (ohne Abstract oder ohne Angabe der Diskutant/innen sowie der Diskussionsleitung, ohne Workshop-Thema oder ohne Angabe der/des Vorsitzende/n des Gremiums/Verbandes, der Zielgruppen und des Zeit-/Raumbedarfs) können leider nicht berücksichtigt werden.
  • Erbeten werden Vorschläge für Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops in Form von  einem Abstract von maximal 2 000 Zeichen (inklusive Leerzeichen).
  • Geben Sie mit max. 300 Zeichen eine Kurzbiographie an, gerne mit inhaltlicher Verknüpfung zum eingereichten Abstract.
  • Geben Sie bitte den erwarteten Raumbedarf und die Zielgruppe für Ihre Veranstaltungen an.
  • Denken Sie daran, die Vorträge nicht zu überfrachten, und bereiten Sie Ihre Präsentation lesbar und in gebotener Kürze auf.
  • Der Themenkreis »Neue Gesichter, frische Ideen: Fokus Bibliothekspraxis und Projektmanagement« befindet sich als Format in der Erprobung. Jeder Einsteigerin und jedem Einsteiger stehen auch alle anderen Themenkreise offen.
  • Invited Sessions der Veranstalter greifen aktuelle Schwerpunkte auf und finden mit gesonderter Einladung der Vortragenden durch die Verbände statt.

Einzelvorträge 

  • Für Vorträge stehen circa 15 Minuten Redezeit zur Verfügung, um genügend Zeit für Diskussionen einplanen zu können.
  • Es können nur einzelne Vorträge eingereicht werden, keine Vortragsblöcke. Besteht ein inhaltlicher Zusammenhang zwischen mehreren Vorträgen, so geben Sie dies bitte bei der Einreichung an.
  • Aufgrund der beschränkten Redezeit können maximal zwei Referent/innen je Vortrag berücksichtigt werden. Diese werden beide in der Referentenliste (online und print) angezeigt. Alle weiteren Autor/innen und/oder Referent/innen können lediglich im Abstract direkt dargestellt werden.
  • Wird für einen Vortrag oder mehrere Vorträge ein/e Moderator/in vorgeschlagen, so nennen sie diese/n bitte.
  • Referentinnen und Referenten erhalten freien Kongresseintritt. Referieren mehrere Personen, so erhält lediglich eine Person freien Kongresseintritt.

Firmenvorträge

  • Firmen werden gebeten, ihre Produkte in der Firmenausstellung und bei Firmenvorträgen vorzustellen und dort das Gespräch mit Kundinnen und Kunden zu suchen. Die Buchung von Firmenvorträgen, Ausstellungsfläche und Sponsoringleistungen erfolgt über das Online Buchungssystem »Exhibition and Sponsoring Ordering System (ESOS™)«.

Podiumsdiskussion 

  • Bei Podiumsdiskussionen soll ein Thema kontrovers diskutiert werden. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer verfolgt eine These, die sie/er zu Beginn der Diskussion kurz vorstellt. Im Laufe der Diskussion beteiligt sich das Publikum.
  • Für Podiumsdiskussionen stehen zwischen 90 min. und  zwei Stunden zur Verfügung. Nennen Sie im Abstract bitte die (kontroversen) Thesen sowie die Diskutantinnen und Diskutanten und die Leiterin bzw. den Leiter der Diskussion.
  • Die Leiterin bzw. der Leiter der Diskussion erhalten freien Kongresseintritt.

Workshop 

  • Workshops sind Arbeitseinheiten für kleinere Gruppen von mindestens 90 Minuten Länge, in denen intensiv an einem Thema gearbeitet wird. Wenn Sie einen Workshop planen, geben Sie bitte das Thema, die Zielgruppe sowie den Zeit- und Raumbedarf an.
  • Die Workshop-Moderatorin bzw. der Workshop-Moderator erhalten freien Kongresseintritt.

Arbeitssitzungen 

  • Arbeitssitzungen wie beispielsweise öffentliche oder interne Gremien- und Arbeitssitzungen bibliothekarischer Kommissionen, Verbände und Zusammenschlüsse oder Mitgliederversammlungen werden nicht begutachtet. Die Anmeldung erfolgt durch die/den Vorsitzende/n des Gremiums über das Abstract Management System.
  • Pro Gremium kann maximal eine Arbeitssitzung angemeldet werden. Dabei sind Raum- und Zeitbedarf anzugeben. Die Raumvergabe erfolgt nach räumlicher Verfügbarkeit im Kongresszentrum und in Bibliotheken am Ort.
  • Bitte vermerken Sie, ob die Arbeitssitzungen öffentlich zugänglich oder interne Veranstaltungen sind.
  • Der Zutritt zu den Arbeitssitzungen auf dem Kongressgelände ist mit Ausnahme der Mitgliederversammlungen von BIB, VDB und dbv nur für registrierte Kongressbesucherinnen und -besucher möglich.

Akzeptanzkriterien

Bei der Bewertung der Einreichungen lassen wir uns von folgenden Kriterien leiten:

  • Innovationscharakter
    Die Veranstalter begrüßen innovative Beiträge mit Zukunftswirkung.
  • Praxisrelevanz
    Die Veranstalter legen Wert darauf, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Dinge lernen, die für die berufliche Praxis modellhaft und relevant sind. Bei Berichten aus laufenden Projekten wird erwartet, dass nicht nur über Projektziele sondern vor allem auch über Projektergebnisse berichtet wird.
  • Vernetzungscharakter
    Die Bewertung berücksichtigt in besonderer Weise Einreichungen, die spartenübergreifendes Denken und den Kompetenzerwerb über bestehende Berufsgrenzen hinaus fördern.
  • Vermittlungsart und Vortragsstil
    Einreichungen, die partizipative Formate (Podiumsdiskussion, Workshop) verwenden, werden bevorzugt.

Auswahlverfahren (Gutachter-Konzept)

Für jeden der zehn Themenkreise werden durch die Veranstalter fachlich ausgewiesene Gutachterinnen und Gutachter berufen, die die eingereichten Beiträge inhaltlich bewerten und unter Berücksichtigung der zeitlichen und räumlichen Möglichkeiten des Veranstaltungsortes Empfehlungen für ein kohärentes Programm zum jeweiligen Themenkreis erarbeiten.
Aufbauend auf den Empfehlungen der Gutachterinnen und Gutachter stellt die Programmkommission zu Jahresbeginn 2015 das Tagungsprogramm zusammen. Die Zusammenstellung mehrerer Vorträge zu einzelnen Themenblöcken erfolgt ebenfalls durch die Programmkommission. Die Programmkommission besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der beiden veranstaltenden Verbände, des Deutschen Bibliotheksverbandes und des Ortskomitees in Nürnberg.

Veröffentlichung der Vorträge

Mit der Anmeldung ihres Beitrages verpflichten sich die Referentinnen und Referenten, die Abstracts angenommener Vorträge bis zum Beginn des 104. Deutschen Bibliothekartages auf dem Online-Publikationsserver des Veranstalters bereitzustellen.

Die Referentinnen und Referenten werden gebeten, die Langfassung ihres Vortrages beziehungsweise ihre Präsentation unmittelbar vor Beginn des Bibliothekartages zur Publikation auf dem Online-Publikationsserver des Bibliothekartages bereitzuhalten. Die Online-Publikation erfolgt unmittelbar nach dem Kongress. Details werden den Referentinnen und Referenten mit der Annahme ihres Vortrags mitgeteilt.
Ausgewählte Vorträge erscheinen nach dem Bibliothekartag entweder in der Open Access Zeitschrift »o-bib« des VDB oder in BUB (online und / oder print). Referentinnen und Referenten, deren Vortrag für die Publikation vorgesehen ist, werden von der jeweiligen Redaktion gebeten, ihr Manuskript kurz nach Ende der Tagung den Herausgebern zu übermitteln. Weitere Details werden den Referentinnen und Referenten mit der Annahme ihres Vortrages mitgeteilt.

Posterpräsentationen

Es besteht die Möglichkeit, Fachbeiträge zu den genannten Themenkreisen in Form eines Posters zu präsentieren. Dies soll Anbietern und Interessenten Raum zum individuellen Austausch bieten.
Die Poster (Format A1) werden während der gesamten Veranstaltung gezeigt. Im Programm erfolgt eine Ankündigung, wann die jeweiligen Referentinnen und Referenten vor Ort ihre Poster vorstellen und ihre Thesen mit dem Publikum diskutieren.

Termine

Beitragsanmeldung bis 31.10.2014
Benachrichtigung der Autoren bis Ende Januar 2015
Posteranmeldung (nach dem separaten »Call for Posters«) bis 28.02.2015
Benachrichtigung der Poster-Autoren bis 30.03.2015

Kontakt

Für weitere Auskünfte zum Programm steht Ihnen Frau Janine Horn von K.I.T. Group gerne zur Verfügung (+49-30-24603278 oder jhorn@kit-group.org).

 

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Dr. Klaus-Rainer Brintzinger

Vorsitzender des Vereins Deutscher Bibliothekare

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Kirsten Marschall

Vorsitzende des Berufsverbandes Information Bibliothek